Kitten, die in einem isolierten Wurfzimmer groß werden, kennen bei der Abgabe oft nur eine handvoll Situationen: die Wurfbox, die Pflegeperson, vielleicht ein paar Spielzeuge. Bei Meadowheart wächst kein Kitten so auf.
Meine Kitten leben von Anfang an mitten im Haushalt – nicht abgeschirmt, sondern mittendrin. Sie lernen Alltagsgeräusche, verschiedene Menschen, Kinder, unterschiedliche Untergründe und Situationen kennen, bevor sie ausziehen. Das ist kein Zufall, sondern bewusste Sozialisierung. Ich nenne das den Katzenkindergarten.
Der Begriff klingt erst mal ungewöhnlich – gemeint ist damit die gezielte Frühsozialisierung in den ersten Lebenswochen. Denn gerade im Alter von etwa 2 bis 10 Wochen lernen Katzen besonders schnell und nachhaltig. Je mehr sie in dieser Phase kennenlernen, desto gelassener und sicherer bewegen sie sich später durchs Leben.
Das Prinzip ist einfach: Jede neue Erfahrung schafft Verknüpfungen im Gehirn. Je mehr davon in der frühen Prägungsphase entstehen, desto flexibler und anpassungsfähiger wird die Katze als Erwachsene. Was in dieser Zeit versäumt wird, lässt sich später nur schwer und deutlich langsamer nachholen.
Deshalb konfrontiere ich meine Kitten von Anfang an bewusst mit vielem, was ihnen im späteren Leben begegnen wird – in ihrem Tempo, ohne Druck, aber konsequent. Das Motto: "Been there, done that."
Die ersten Tage verbringen Mama und Kitten in der Wurfbox – ein geschützter Rückzugsort, in dem sie ankommen und Ruhe finden können. Aber schon da sind sie nicht isoliert: Die Wurfbox steht im Wohnzimmer, mitten im Leben. Die Kitten hören von Tag 1 an Staubsauger, Fernseher, Küchengeräusche, Türklingel – alles ganz normal.
Sobald die Kitten mobiler werden, bekommen sie einen erst kleinen, dann mitwachsenden Bereich im Wohnzimmer. Je nach Mutter und Entwicklung des Wurfs dürfen sie dann ab etwa 6 bis 8 Wochen immer mehr Räume erobern. So lernen sie unterschiedliche Untergründe (Fliesen, Teppich, Vinylboden), verschiedene Möbel und neue Perspektiven kennen.
Es geht nicht um Tricks oder Kommandos, sondern darum, alltägliche Situationen als normal zu erleben. Konkret heißt das:

Meine Kitten starten mit BARF – also rohem Fleisch, genau wie meine erwachsenen Katzen. Erst mit etwa 9 bis 10 Wochen stelle ich ihnen das erste Mal Nassfutter vor. So lernen sie früh, dass es verschiedene Konsistenzen und Geschmäcker gibt – und werden nicht auf eine einzige Futtersorte fixiert.
Interessent:innen dürfen die Kitten ab der 4. Lebenswoche besuchen. Ab dann sind die Kleinen auch mal außerhalb der Wurfbox unterwegs und werden "interessanter". Gleichzeitig ist jeder Besuch weitere Sozialisierung – neue Stimmen, neue Gerüche, neue Hände.
Damit das für die Kitten sicher bleibt, bitte ich um ein paar einfache Hygienemaßnahmen:
Das ist kein Mißtrauen, sondern Schutz – gerade in den ersten Lebenswochen ist das Immunsystem der Kitten noch im Aufbau. Krankheitserreger lassen sich leicht über Kleidung, Schuhe oder Hände von einem Haushalt in den nächsten tragen.