Als Tierheilpraktikerin mit Schwerpunkt Katzenernährung liegt mir die artgerechte Fütterung besonders am Herzen – beruflich wie im eigenen Zuhause. Auf dieser Seite gebe ich dir einen Überblick, wie ich meine Katzen und Kitten füttere und worauf ich bei der Ernährung achte.
Um Katzen richtig zu ernähren, hilft ein Blick in die Natur: Katzen sind Fleischfresser (Carnivoren), deren Verdauung auf kleine Beutetiere wie Mäuse, Vögel und Insekten ausgerichtet ist. An diesem natürlichen Vorbild orientiere ich mich in meiner Fütterung – so nah an der Natur wie möglich, so hochwertig wie nötig.
Alle meine Katzen bekommen überwiegend Rohfutter (BARF) – die Fütterungsform, die ihrer natürlichen Lebensweise am nächsten kommt. Auch die Kitten lernen diese Ernährung von Anfang an kennen.
Hochwertiges Nassfutter aus der Dose gibt es bei uns gelegentlich – zum Beispiel auf Reisen oder einfach zur Abwechslung im Napf. Eine Ausnahme ist Vivi: Sie bekommt aktuell überwiegend hochwertiges Nassfutter, weil sie damit am besten zurechtkommt.
Trockenfutter ist bei uns kein Hauptfutter – höchstens mal ein Leckerli. Der Gesundheit zuliebe.
Bei der Umstellung von Muttermilch auf feste Nahrung werden meine Kitten mit BARF aufgezogen. Später lernen sie zusätzlich hochwertiges Nassfutter kennen – so wachsen sie mit einer gesunden Grundlage auf und sind vielseitig geprägt, wenn sie ins neue Zuhause ziehen.
Trockenfutter kommt auch hier höchstens als kleines Leckerli auf den Speiseplan – denn es passt weder zur natürlichen Ernährung der Katze noch zu ihrer gesunden Flüssigkeitsversorgung.
Bei BARF wird die natürliche Ernährung der Katze – also Beutetiere wie Mäuse und Vögel – möglichst genau nachgebildet. Eine ausgewogene BARF-Ration besteht aus Fleisch, Innereien, Knochen, etwas Gemüse als Ballaststoffquelle sowie gezielten Zusätzen zur Nährstoffabdeckung. Ist alles sinnvoll zusammengestellt, entstehen keine Nährstofflücken – und Katzen können damit ihr Leben lang gesund ernährt werden.
Beim Thema Hygiene herrscht oft Unsicherheit – meist zu Unrecht. Solange normale Küchenhygiene eingehalten wird und keine stark immungeschwächten Menschen oder Tiere im Haushalt leben, ist das Infektionsrisiko sehr gering. Auch Wurmbefall ist kein Argument gegen BARF: Parasiteneier im Fleisch werden durch das übliche Einfrieren bei mindestens −18 °C über 7–14 Tage zuverlässig abgetötet. Da das Futter in der Regel vorportioniert und tiefgekühlt gelagert wird, ist die Handhabung im Alltag unkompliziert.
Ein großer Vorteil der Rohfütterung ist die volle Kontrolle über die Inhaltsstoffe: Man weiß genau, was drin ist – und was nicht. Keine unnötigen Füllstoffe, kein Zucker, keine versteckten Zusätze. Nur das, was die Katze wirklich braucht.
Hochwertiges Nassfutter ist für mich die einzige sinnvolle Alternative zu BARF. Nicht jeder möchte oder kann roh füttern – das ist völlig in Ordnung. Entscheidend ist, dass die Ernährung artgerecht bleibt. Deshalb lernen alle meine Kitten während der Aufzucht auch hochwertiges Nassfutter kennen, damit sie vielseitig geprägt ins neue Zuhause starten.
Wichtig ist die Zusammensetzung: ein hoher Anteil tierischer Bestandteile, keine minderwertigen Füllstoffe, kein Getreide und vor allem kein Zucker. Auch bei Nassfutter gibt es große Qualitätsunterschiede – wer sich dafür entscheidet, sollte bewusst auswählen. Gerne berate ich dich dazu.
Trockenfutter kann aus einem einfachen Grund niemals ein artgerechtes Hauptfuttermittel für Katzen sein: Es ist trocken. Mit nur etwa 7–10 % Feuchtigkeit enthält es viel zu wenig Wasser im Vergleich zur natürlichen Beute, die auf 75–80 % Wasseranteil kommt. Katzen sind von Natur aus schlechte Trinker – sie decken ihren Flüssigkeitsbedarf größtenteils über die Nahrung. Trockenfutter trägt langfristig zur Dehydrierung bei, was die Nieren belasten und Erkrankungen begünstigen kann.
Dazu kommt der hohe Anteil an Kohlenhydraten. Auch wenn er auf der Verpackung oft nicht direkt ersichtlich ist – die Kroketten brauchen Stärke, um ihre Form zu behalten. Ohne diese Kohlenhydratbindung würden sie schlicht zu Staub zerfallen.
Aus diesen Gründen gibt es Trockenfutter bei uns nur in Ausnahmefällen und ausschließlich als kleines Leckerli – aber niemals als vollwertige Mahlzeit.
Wenn du tiefer ins Thema einsteigen möchtest, findest du auf meinem Praxis-Blog viele fachlich fundierte Artikel rund um Ernährung, Gesundheit und naturheilkundliche Betreuung von Katzen.